Presse

Händel Belshazzar 2014

Nürnberger Nachrichten, 13.10.2014:
"...außergewöhnliche Händel-Deutung in der Egidienkirche..."
"...kongeniale Bühnenlösung von Fred Pommerehn...."
"....musikalisch bleiben keine Wünsche offen...."
"....Punktgenau und klangschön agierte der Egidienchor, auch in solistischen Einsätzen.
"....absolut festspielwürdig...."

Nürnberger Nachrichten, 13.10.2014
" ...Cornelia Heger setzt am Regiepult visonäre, moderne Akzente..."
"...Klangrednerisch bravourös koordiniert Pia Praetorius ihren musikalischen Apparat..."

Thomas Tallis "Spem in alium" IO-Nacht 2014

Nürnberger Nachrichten, 26.05.2014
"Was für ein Rausch, was für eine Klangpracht, die durch Herz, Hirn, Ohren und an die Nieren gehen! Wer sich bei der ION-Nacht in die Egidienkirche aufmachte, wurde mit einem Gipfelwerk abendländischer spiritueller Musik belohnt: Thomas Tallis vierzig (!) stimmige Motette "Spem in alium" schwingt sich in eine vokale und instrumentale Gottespreis-Intensität ein, die eine enorme Sogkraft entfaltet."

Nürnberger Zeitung, 26.05.2014
"Ein tolles Hörerlebnis!"

Passionskonzert 2014

Nürnberger Nachrichten, 15.04.2014
"....präzise intonierende und im Zusammenklang fein austarierte schola cantorum nürnberg. Wie Wellen überschlagen sich in Morales "Lamentabatur Jacob"  die Stimmen der schola: Vokalartistik als Ausdruck von Tränen und Trauer. Wenn dann Pia Praetorius "Angst und Trauer" von William Byrd dirigiert, spürt man, wie die Musik durch sie strömt und sie diese Bewegung an die Sänger weitergibt, später auch geradezu furios im "Stabat mater" des Frantisek Tuma. ....Hasslers "Miserere"-Bitte verteilt sich nach italienischem Vorbild dreichörig im Kirchenschiff: beispielhaft in Klangfülle und Raumwirkung, eine Probe auch für die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Choristen. Alttestamentarische Strenge mündet in ein fulminantes Finale und anhaltenden Applaus."

Bach Matthäuspassion 2013

Nürnberger Nachrichten 12. März 2013
"Matthäus-Passion" in der ausverkauften Egidienkirche
Uwe Mitsching
... Dirigentin Pia Praetorius lässt doch jede Minute dieser pausenlosen drei Stunden daran denken, wie gerne Bach sich auch an der Oper versucht hätte. ...Das alles ergibt mit der zu jedem Takt von Bachs Musik mitschwingenden, jeden Einsatz mit größtem Nachdruck von sich schleudernden, Klangräume umkreisenden Dirigentin den Eindruck größtmöglicher dramatischer Dichte und schon beim Eingangschor einen intensiven Zusammenklang der dialogischen Elemente. Das macht Effekt, reißt mit, fokusiert Auge und Ohr auf die suggestive Erzählung des Evangelisten. ... Für ihre Sänger nützt Praetorius alle Mittel, die die Doppelchörigkeit bietet. Da hat niemand den Blick in den Noten. Die Chorleiterin entfesselt auch im Orchester mit typischen barocken Effekten größtmögliche Anschaulichkeit, ein wahres Gewittermenetekel im Garten Gethsemane etwa, viel klangmalerische Details in den Rezitativen. ... In geheimnisvolles Blau getaucht ist das ein wunderbares Schlussbild, mehr Opernfinale als Trauergesang. Statt "Vorhang zu": alle Lichter aus. Aber durchaus keine offene Frage: ein anregender Abend, ein zuweilen mitreißendes Erlebnis. 

Weihnachtliche Renaissancemusik

16.12. 2013 Nürnberger Zeitung:
Der Andrang war groß am Sams­tagabend in St. Egidien. Präsentiert wurde ein wahrer musikhistori­scher Schatz der Stadt - Werke, die möglicherweise zuletzt vor etwa 400 Jahren in Nürnberger Kirchen erklan­gen. Bereits beim Intro „Rorate coeli" von Ammon verbreitete sich die Magie dieser besonderen Musik im Kirchenraum und verzauberte das Publikum.
Auf sehr hohem Niveau priesen auch die Chöre - in unterschiedlichen Formationen und Aufstellungen - Christi Geburt. Bei reinen Instrumen­ talstücken wie dem schönen „Magi videntes" von Ammon konnten die wunderbaren historischen Instrumente wie Zinken, Traversflöten, Laute , Portativ, Psalterion, Orgelspi­nett und Regal ihren ungewöhnlichen Klang entfalten .                        .
Deren Vielfalt zu zeigen, war Pia Praetorius ein großes Anliegen bei der (wie berichtet auch als CD erhältli­chen) Stückauswahl. Ihre Begeiste­rung für die Renaissancemusik äußerte sich auch im leidenschaftli­chen Agieren beim Dirigieren.

Mit viel Sing- und Spielfreude vor­ getragen, schufen obertonreiche Ge­sänge und klassische Instrumentarien eine festliche, ja geradezu mystische Stimmung in der atmosphärisch aus­geleuchteten Egidienkirche . Der Chor­raum hinter den Musikern wirkte wie eine sakrale grüne Grotte.

Beim finalen „Surge illuminare" von Palestrina übertrug sich eine Woge der Leichtigkeit und Freude auf das Publikum , das mit  begeistertem Applaus für einen ganz besonderen Vorweihnachtsabend dankte.

Reformationsfestival 2012

Um größtmögliche Authentizität geht es der Organisatorin udn künstlerischen Leiterin Pia Praetorius, aus Konzerten macht sie historische Vespern, bezieht aber auch das Heute mit ein. Allein schon durch die veränderte Bühnen- und Lichtinstallation von Hans Fründt aus Berlin: ein gezackt-geschlossener Lichtbogen über einer Holzpaletten-Bühne zeigt das - noch - geschlossene spätmittelalterliche System von Glaube udn Gesellschaft (1500), dann gibt das Neongestänge eine Art himmelwärts strebende Blüte frei über einer veritablen Bühne mit verschiedenen Ebenen...
Für das Auffinden von Schätzen hat in den Chorbüchern von St. Egidien hat Pia Praetorius ein geschicktes Händchen. Den letzten Abend des vierteiligen Festivals zu "Musik  und Reformation" erlebten die Zuhörer in der vollbesetzten Egidienkirche mit abwechslungsreichen Programmfacetten. ...Es macht schon Eindruck wie beweglich und lupenrein intonierend die schola cantorum mit ihrem unmaniert counternden Doron Schleifer die vielstimmigen Texturen meisterten. ...Herausragend die klangprächtige großbesetzte Hochzeitsmotette Quis tua suavis Amor".
Pia Praetorius und ihr hochmotiviertes Egidienteam ließen mit großer Könnerschaft wissen, was an verschütteten Kostbarkeiten durch aufwendiges Recherchieren zu Tage tritt. Dass Nürnbergs musica sacra um 1580 in voller Blüte stand, bezeugt eine Vielzahl an Kompositionen aus den Egidienchorbüchern. Ein hörlustweckender Streifzug durch durch Nürnbergs reformatorische Zeiten....NN 16.10.2012

Brahms getanzt 2012

"St. Egidien bleibt der Ort für besondere Konzertmomente. Pia Praetorius erweiterte die Klavierfassung des "Deutschen Requiems" von Johannes Brahms um die Dimension des Tanzes. Zusammen mit dem taiwanesischen Choreografen Shang Chi Sun stellte sie eine berührende Verbindung her. ...Energetisch wurde die Dichte der menschlichen Empfindung hörbar und sichtbar. So geriet der Abend zu einer sinnlichen Reflexion für Auge, Ohr und Herz. "
(Nürnberger Nachrichten, 17.10.2011)

"Was wäre ein Konzert in der Kulturkirche St.Egidien ohne die für Pia Praetorius’ Wirken symptomatische Ästhetik. Diesmal sollte der taiwanische Choreograf Shang-Chi Sun mit tänzerischen Mitteln den Requiem-Text ausdeuten. ...Dank der Sensibilität des glänzend präparierten Egidienchors und Strahlkraft der Solisten (Siri Karoline Thornhill, Stefan Sevenich) hinterließ das Egidien-Projekt einen durchwegs positiven Eindruck.  ...
Drei exzellente Tänzer imaginierten textgetreu mit modern stilisiertem Bewegungsrepertoire die geistliche Atmosphäre von Leid, Sterblichkeit, Trost und Hoffnung. ...
Vom Bühnenrand aus steuerte Pia Praetorius, auch die Position wechselnd, ihre tänzerisch inspirierten Impulse. Wie erfindungsreich Shang-Chi Sun Dynamik ins Geschehen zu bringen versteht, wurde im triumphierenden Ausbruch „Tod, wo ist dein Stachel?“ deutlich. Die spontan einsetzende Begeisterung galt einer atmosphärisch spannungsdichten Aufführung."
(Nürnberger Zeitung, 17.10.2011)

"GrauSchumacher, das international renommierte, bruchlos zusammenspielende KlavierDuo, machte vierhändig auf einen historischen Flügel von Blüthner hörbar, wie meisterlich Brahms das Werk in eine Klavierversion umsetzte. Doch nicht nur die kammermusikalische Begleitung machte Staunen, auch die qualitätsvolle Interpretation, die Pia Praetorius in St. Egidien ... realisierte. ... Hier wird keine falsche Opernnähe suggeriert. Nichts versäuselt in weihevoller Stimmung. Mit klangvollen Piani, lobenswerter Textverständlichkeit, führte der Chor die Stimmen durch die Register – dies bei durchwegs sauberer Intonation und weit gespannten Crescendi.
Im Übrigen fügte sich Fred Pommerehns Lichtregie durch dezente Farben harmonisch in den Handlungsrahmen ein.
Wie erfindungsreich Shang-Chi Sun spannungsgeladene Dynamik ins Geschehen bringt, wurde im prägnant rhythmisierten Marsch im zweiten Teil oder bei der Steigerung zum großen Ausbruch „Denn alles Fleisch es ist wie Gras“ deutlich. So türmten sich „so seid nun geduldig, liebe Brüder – und „Die Erlöseten des Herrn“ nicht nur musikalisch zu großen Steigerungen, sondern ließen in der Körperlichkeit auf der Tanzbühne menschliche Lauterkeit, emotionale Integrität und Danksagung durchscheinen. Das verriet viel musikalischen und gestalterischen Geschmack. Der jubelnde Applaus galt einer atmosphärisch wohl gelungenen Aufführung."
(Der Opernfreund, 41. Jg)



GEORG FRIEDRICH HÄNDEL: ISRAEL IN EGYPT
St. Egidien, 16./17. Oktober 2010

"Hut ab vor der künstlerischen Leitung von Pia Praetorius, die mit dem Händel-Oratorium im Rahmen ihrer Kunst-Musik-Projekte einen Coup in St. Egidien landete. Sie schlug Feuer aus der Partitur, verriet in der historisch informierten Wiedergabe ein geläutertes Verständnis zur Händelschen Musik."

(Nürnberger Zeitung, 18.10.2010)

"Gerade was weit voneinander entfernt liegen mag, inspirierte Kantorin Pia Praetorius in der Nürnberger Egidienkirche zu einem atmosphärisch dichten, gelungenen Gesamtkunstwerk aus Alter Musik und Videokunst. ...Kontrastreich und dabei mit Spürsinn für feine Nuancen entfaltet Egidienkantorin Pia Praetorius die majestätische Wucht im Dialog der beiden sich gegenüber stehenden Chöre. Den zweigeteilten Egidienchor ergänzen entsprechend hochkarätige Solisten. ... Für die in der heutigen Wirklichkeit angekommene, bezugsreiche wie musikalisch glänzende Aufführung gab es lang anhaltenden Applaus."

(Nürnberger Nachrichten, 18.10.2010)

"Am Pult des vorzüglichen Barockorchesters L’arpa festante fand die Dirigentin eine gute Balance zwischen der vokalen und instrumentalen Textur. Was für ein Schwung, welche Transparenz im Orchesterklang. Im nu sind sie verflogen, diese knappen neunzig Minuten auf der spannungsreichen oratorischen Strecke. Denn die nervig zugespitze, redende Artikulation, ein Vielfarbenklang, kurzbogige Phrasierung und reich gestufte Dynamik standen dem Werk glänzend zu Gesicht. Spannungsreich zog das biblische Drama vorüber...Allen Respekt, wie der zu beiden Seiten des Kirchenareals postierte Kammerchor St. Egidien diese affektgeladene Bildhaftigkeit und explosive Deklamatorik meisterte. Der akkurat einstudierte Chor stand dem Orchester in puncto sauberer Intonation, Frische und stets schlanker Balance in nichts nach."  

(Der Opernfreund, 37. Jg)

Die ausführliche und positive Kritik von der Süddeutschen Zeitung vom 19.10.2010 wird hier aus Urheberrechtsgründen nicht zitiert.


Morgenland & Abendstern
innerhalb der ION-Nacht am 2009

"Balsam für die Seele: die stimmlich präzise Präsentation mittelalterlicher Stundenbücher durch „schola cantorum nürnberg“. Ein Abend, der grandios mit zeitgenössisch interpretiertem indischen Dhrupad-Gesang von Amelia Cuni kombiniert wurde.  ... Einmal mehr ein Beweis dafür, dass der eingeschlagene Weg, den Begriff „Musica Sacra“ über das Christliche auszuweiten, richtig ist. Vor allem dann, wenn er wie in Nürnberg mit hoher Qualität und Experimentierfreudigkeit gepaart ist." (Deutschlandfunk im Musikjournal am 29.05.2009)


"Sehr eindringlich und in kontrastierendem Wechsel hatte Pia Praetorius in der Egidienkirche Amelia Cuni mit indischem Dhrupad-Gesang (und Tanz) und ihre Schola Cantorum Nürnberg verbunden... Bühnendesigner Fred Pommerehn hatte in den Chorraum große Luftballons hängen lassen und leuchtete die Installation wie die Sänger subtil aus. Das entfaltete eine hohe atmosphärische, recht schwingende Dichte." (Nürnberger Nachrichten vom 29.06.09)
Konzert & Videoinstallation
Konzert zum Wiederaufbau Egidiens mit Videoinstallation 2009

"Bis auf den letzten Platz füllte das Publikum den Kirchenraum in St. Egidien, als Pia Praetorius den Einsatz gab für das Gedenkkonzert «50 Jahre Wiederaufbau«. Ein kontrastreich gebautes Programm mit schlichten Renaissance-Texten und expressiven Klängen des 20. Jahrhunderts sorgte für Spannung. Der neutönerische Stachel der von Ernst Kreneks l942 für gemischten Chor komponierten Klagegesänge, «Lamentatio Jeremiae Prophetae«, machte betroffen. Der Klang gibt sich dissonanzfreudig. Souverän meisterte der Chor die ariosen Zuspitzungen. ...
Synchron zu den musikalischen Beiträgen belichteten Jeanette Heller und Stephan Windischmann anhand von Archivmaterial die Ereignisse via Leinwand bis hin in seitliche Kirchenwände. Dabei geriet Schostakowitsch zum Soundtrack für Bombenhagel und Nürnberger Trümmerlandschaften. Flammen umzügelten gar Kreneks Klagegesänge. Die Zuhörer zollten der aufwendigen Produktion begeisterten Applaus."  (Nürnberger Zeitung 10.03.09)
Mozart getanzt

Spektakuläre Inszenierung

"«Mozart getanzt» gab es an zwei Abenden in der Nürnberger Egidienkirche: Ein wunderbares Gesamtkunstwerk aus gewaltiger Musik, Gesang, Tanz, Bühnenbild und Lichtführung.... Was der Katalane Cayetano Soto und die zahlreichen Mitwirkenden aus Mozarts Messe c-moll in St. Egidien gestalteten, sprengte an Dichte noch den Rahmen, Mozart schlicht zu vertanzen. Das Publikum in der ausverkauften Egidienkirche konnte ein Gesamtkunstwerk mit allen Sinnen erleben. Die einzelnen Komponenten aus gewaltiger Musik, Gesang, Tanz, Bühnenbild und Lichtführung, Klang sowie barocker Kirchenraum fügten sich zu einem grandiosen Ganzen zusammen. ...
Unter der Leitung von Pia Praetorius entfalten die Mitwirkenden einen einzigartigen Klangteppich. Atemberaubend die Klangfülle des Egidienchors und der vier Solisten Heidi Elisabeth Meier, Monika Mauch, Rüdiger Ballhorn und Klaus Schredl. Gemeinsam mit dem Orchester «L’arpa festante» entsteht ein Werk von ergreifender Intensität. In Verbindung mit dem Lichtdesign des amerikanischen Bühnenbildners Fred Pommerehn und dem barocken Kirchenraum ergibt sich...eine spektakuläre Inszenierung. Lang anhaltender Applaus."
(Nürnberger Nachrichten, 06.10.2008)