2013

CD-Kritiken

CD-Rezension im Tafelconfect des Bayerischen Rundfunks:

http://www.br.de/radio/br-klassik/sendungen/tafel-confect/weihnachtsmusik-chorbuecher-egidienkirche-102.html

"Wer für die Weihnachtszeit etwas Ungewöhnliches sucht, der kommt hier auf seine Kosten. Das Programm ist äusserst interessant und von sehr guter Qualität, und die Interpretation erste Sahne."
 "Toccata" 12/2014

"Nicht nur das Hören macht Spaß, die CD ist auch ein Musikdokument von hohem historischen Wert. Die ideale Alternative zum Einerlei der popularisierten Weihnachtslieder."
Nürnberger Zeitung, 10.12.2013

"Geburtsstunde einer europäischen Sensation"
Nürnberger Nachrichten, 10.12.2013

"Hut ab vor der künstlerischen Leitung von Pia Praetorius, die mit dieser Produktion einen Coup landet von unschätzbarer musikhistorischer Bedeutung. Es bereitet Hörvergnügen, sich in diese mystischen weihnachtlichen Klänge zu versenken."
Der Opernfreund" 43. Jg.

"Die CD ist ein Hochgenuss für Freunde der historischen  Aufführungspraxis von Renaissancemusik."
Fuldaer Zeitung, 20.12.2013

Konzert zur CD

16.12. 2013 Nürnberger Zeitung:
Der Andrang war groß am Sams­tagabend in St. Egidien. Präsentiert wurde ein wahrer musikhistori­scher Schatz der Stadt - Werke, die möglicherweise zuletzt vor etwa 400 Jahren in Nürnberger Kirchen erklan­gen. Bereits beim Intro „Rorate coeli" von Ammon verbreitete sich die Magie dieser besonderen Musik im Kirchenraum und verzauberte das Publikum.
Auf sehr hohem Niveau priesen auch die Chöre - in unterschiedlichen Formationen und Aufstellungen - Christi Geburt. Bei reinen Instrumen­ talstücken wie dem schönen „Magi videntes" von Ammon konnten die wunderbaren historischen Instrumente wie Zinken, Traversflöten, Laute , Portativ, Psalterion, Orgelspi­nett und Regal ihren ungewöhnlichen Klang entfalten .                        .
Deren Vielfalt zu zeigen, war Pia Praetorius ein großes Anliegen bei der (wie berichtet auch als CD erhältli­chen) Stückauswahl. Ihre Begeiste­rung für die Renaissancemusik äußerte sich auch im leidenschaftli­chen Agieren beim Dirigieren.

Mit viel Sing- und Spielfreude vor­ getragen, schufen obertonreiche Ge­sänge und klassische Instrumentarien eine festliche, ja geradezu mystische Stimmung in der atmosphärisch aus­geleuchteten Egidienkirche . Der Chor­raum hinter den Musikern wirkte wie eine sakrale grüne Grotte.

Beim finalen „Surge illuminare" von Palestrina übertrug sich eine Woge der Leichtigkeit und Freude auf das Publikum , das mit  begeistertem Applaus für einen ganz besonderen Vorweihnachtsabend dankte.

Bachs beste Oper

Nürnberger Nachrichten 12. März 2013
"Matthäus-Passion" in der ausverkauften Egidienkirche
Uwe Mitsching
... Dirigentin Pia Praetorius lässt doch jede Minute dieser pausenlosen drei Stunden daran denken, wie gerne Bach sich auch an der Oper versucht hätte. ...Das alles ergibt mit der zu jedem Takt von Bachs Musik mitschwingenden, jeden Einsatz mit größtem Nachdruck von sich schleudernden, Klangräume umkreisenden Dirigentin den Eindruck größtmöglicher dramatischer Dichte und schon beim Eingangschor einen intensiven Zusammenklang der dialogischen Elemente. Das macht Effekt, reißt mit, fokusiert Auge und Ohr auf die suggestive Erzählung des Evangelisten. ... Für ihre Sänger nützt Praetorius alle Mittel, die die Doppelchörigkeit bietet. Da hat niemand den Blick in den Noten. Die Chorleiterin entfesselt auch im Orchester mit typischen barocken Effekten größtmögliche Anschaulichkeit, ein wahres Gewittermenetekel im Garten Gethsemane etwa, viel klangmalerische Details in den Rezitativen. ... In geheimnisvolles Blau getaucht ist das ein wunderbares Schlussbild, mehr Opernfinale als Trauergesang. Statt "Vorhang zu": alle Lichter aus. Aber durchaus keine offene Frage: ein anregender Abend, ein zuweilen mitreißendes Erlebnis.