Musik an St. Egidien Nürnberg
Presse 2010
GEORG FRIEDRICH HÄNDEL: ISRAEL IN EGYPT
St. Egidien, 16./17. Oktober 2010

"Hut ab vor der künstlerischen Leitung von Pia Praetorius, die mit dem Händel-Oratorium im Rahmen ihrer Kunst-Musik-Projekte einen Coup in St. Egidien landete. Sie schlug Feuer aus der Partitur, verriet in der historisch informierten Wiedergabe ein geläutertes Verständnis zur Händelschen Musik."

(Nürnberger Zeitung, 18.10.2010)

"Gerade was weit voneinander entfernt liegen mag, inspirierte Kantorin Pia Praetorius in der Nürnberger Egidienkirche zu einem atmosphärisch dichten, gelungenen Gesamtkunstwerk aus Alter Musik und Videokunst. ...Kontrastreich und dabei mit Spürsinn für feine Nuancen entfaltet Egidienkantorin Pia Praetorius die majestätische Wucht im Dialog der beiden sich gegenüber stehenden Chöre. Den zweigeteilten Egidienchor ergänzen entsprechend hochkarätige Solisten. ... Für die in der heutigen Wirklichkeit angekommene, bezugsreiche wie musikalisch glänzende Aufführung gab es lang anhaltenden Applaus."

(Nürnberger Nachrichten, 18.10.2010)

"Am Pult des vorzüglichen Barockorchesters L’arpa festante fand die Dirigentin eine gute Balance zwischen der vokalen und instrumentalen Textur. Was für ein Schwung, welche Transparenz im Orchesterklang. Im nu sind sie verflogen, diese knappen neunzig Minuten auf der spannungsreichen oratorischen Strecke. Denn die nervig zugespitze, redende Artikulation, ein Vielfarbenklang, kurzbogige Phrasierung und reich gestufte Dynamik standen dem Werk glänzend zu Gesicht. Spannungsreich zog das biblische Drama vorüber...Allen Respekt, wie der zu beiden Seiten des Kirchenareals postierte Kammerchor St. Egidien diese affektgeladene Bildhaftigkeit und explosive Deklamatorik meisterte. Der akkurat einstudierte Chor stand dem Orchester in puncto sauberer Intonation, Frische und stets schlanker Balance in nichts nach."  

(Der Opernfreund, 37. Jg)

Die ausführliche und positive Kritik von der Süddeutschen Zeitung vom 19.10.2010 wird hier aus Urheberrechtsgründen nicht zitiert.