Musik an St. Egidien Nürnberg
Presse 2009
Konzert & Videoinstallation
Konzert zum Wiederaufbau Egidiens mit Videoinstallation 2009

"Bis auf den letzten Platz füllte das Publikum den Kirchenraum in St. Egidien, als Pia Praetorius den Einsatz gab für das Gedenkkonzert «50 Jahre Wiederaufbau«. Ein kontrastreich gebautes Programm mit schlichten Renaissance-Texten und expressiven Klängen des 20. Jahrhunderts sorgte für Spannung. Der neutönerische Stachel der von Ernst Kreneks l942 für gemischten Chor komponierten Klagegesänge, «Lamentatio Jeremiae Prophetae«, machte betroffen. Der Klang gibt sich dissonanzfreudig. Souverän meisterte der Chor die ariosen Zuspitzungen. ...
Synchron zu den musikalischen Beiträgen belichteten Jeanette Heller und Stephan Windischmann anhand von Archivmaterial die Ereignisse via Leinwand bis hin in seitliche Kirchenwände. Dabei geriet Schostakowitsch zum Soundtrack für Bombenhagel und Nürnberger Trümmerlandschaften. Flammen umzügelten gar Kreneks Klagegesänge. Die Zuhörer zollten der aufwendigen Produktion begeisterten Applaus."  (Nürnberger Zeitung 10.03.09)
Dietrich Buxtehude: Membra Jesu nostri
Karfreitagsgottesdienst innerhalb der ION

"Zum Auftakt der „Osterfesttage“ am Karfreitag verzauberte der Egidienchor unter Leitung von Pia Praetorius mit „Membra Jesu nostri“ von Dietrich Buxtehude die barocke „Kunstkirche“ St. Egidien mit wundervollen Kantaten über die allerheiligsten Gliedmaßen unseres leidenden Jesus. Neben der sängerischen Leistung sprühten auch die Barockinstrumentalisten nicht zuletzt aufgrund der einzigartigen Akustik vor musikalischer Leidenschaft und Hingabe."

Mittelbayerische Zeitung: 14.4.2009
Morgenland & Abendstern
innerhalb der ION-Nacht am 2009

"Balsam für die Seele: die stimmlich präzise Präsentation mittelalterlicher Stundenbücher durch „schola cantorum nürnberg“. Ein Abend, der grandios mit zeitgenössisch interpretiertem indischen Dhrupad-Gesang von Amelia Cuni kombiniert wurde.  ... Einmal mehr ein Beweis dafür, dass der eingeschlagene Weg, den Begriff „Musica Sacra“ über das Christliche auszuweiten, richtig ist. Vor allem dann, wenn er wie in Nürnberg mit hoher Qualität und Experimentierfreudigkeit gepaart ist." (Deutschlandfunk im Musikjournal am 29.05.2009)


"Sehr eindringlich und in kontrastierendem Wechsel hatte Pia Praetorius in der Egidienkirche Amelia Cuni mit indischem Dhrupad-Gesang (und Tanz) und ihre Schola Cantorum Nürnberg verbunden... Bühnendesigner Fred Pommerehn hatte in den Chorraum große Luftballons hängen lassen und leuchtete die Installation wie die Sänger subtil aus. Das entfaltete eine hohe atmosphärische, recht schwingende Dichte." (Nürnberger Nachrichten vom 29.06.09)
Bach leuchtet
Bachs h-moll Messe mit einer Installation von Fred Pommerehn 2009


"Als Glücksgriff erwies sich die eigenwillige Bach-Lesart von Pia Praetorius, mit der sie die h-Moll-Messe in frischem Glanz erstrahlen ließ. ... "Bach leuchtet" in der vollen Egidienkirche überzeugte mit frischen Klangkonturen, einem stimmkräftigen Egidienchor, dem schwungvoll und farbenreich musizierenden Ensemble «L’Arpa Festante« und hervorragenden Solisten wie dem Altus Franz Vitzthum, der seine «Agnus Dei«-Arie beseelt zum Schweben brachte." (Nürnberger Nachrichten vom 12.10.09)


"Die Wiedergabe durch Pia Praetorius mit dem Ensemble «L’arpa festante», Solisten und dem Egidien-Chor öffnete jedenfalls Perspektiven für ein stringentes stilistisches Konzept.
...An Schwung mangelt es dieser akkurat vorbereiteten Aufführung nicht. Euphorisch, vehement, fegten die Chorfuge «Et resurrexit» und das temporeiche «Osanna» durch den Kirchenraum. Da spürte man Bachs Riesenkraft, auch Innig-Zartes, Geheimnisvolles...Lobenswerte Beweglichkeit bewiesen die Chöre in den fugierten Teilen. Auch die Solisten (Concertat-Stimmen) fügten sich in das Konzept trefflich ein, insbesondere der unmaniriert counternde Altus von Franz Vizthum und der profunde Bass von Raimund Nolte. «L’arpa festante» imponierten mit fabelhaften Bläsern." (Nürnberger Zeitung 12.10.09)