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Samstag, 21. August 2010, 20 Uhr
Gastkonzert
schola stralsundensis
Werke aus der "Stralsunder
Motettenhandschrift 1585"
Leitung: Maurice van Lieshout
schola stralsundensis:
| Sänger |
Anna Kellnhofer, Dorothea Wagner, Christoph Dittmar, Milo Machover,
Cornelius Uhle, Simon Borutzki |
| Traversflöten |
Elizabeth Farrell, Daja Leevke Hinrichs, Milo Machover |
| Blockflöten |
Simon Borutzki, Martin Erhardt, Stefanie Lüdecke, Antonie Schlegel, Maurice
van Lieshout, Ingo Voelkner |
| Dulzian |
Antonie Schlegel |
| Organetto |
Martin Erhardt |
| Viola da Gamba |
Dietrich Haböck, Miyoko Ito, Ute Faust, Holger Faust-Peters, Katharina
Schlegel |
1577 wurden die “XXIIII Cantiones” von Eucharius Hoffmann als Scholae
Stralsundensis Cantore veröffentlicht. Anlässlich des Projektes “Die Stralsunder
Motettenhandschrift 1585” gründete sich das Ensemble aus Vokalsolisten und
Instrumentalisten und übernahm den historisch verbürgten Namen.
Die jungen
Musiker verschiedener Nationalitäten haben sich in ihren Studien intensiv mit
der frühen Musik des Abendlandes, ihrer Traditionen, Notationen und
Aufführungspraktiken auseinandergesetzt – beispielsweise mit der
Berücksichtigung der historisch überlieferten Solmisationstechnik, mit dem Spiel
auf historischem Instrumentarium und mit dem Musizieren aus Chorbuch und
Stimmbüchern.
Maurice van Lieshout
Maurice van Lieshout studierte Blockflöte und
Klavier am Königlichen Konservatorium in den Haag und an der Scuola Civica
Milano. Seit 1996 ist er Dozent für historische Improvisation an der Hochschule
für Musik und Theater Leipzig. Seit 2002 unterrichtet er außerdem an der
Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt/Main. Seit 2003 ist er
Lehrer für mittelalterliche Musik am Fontys Conservatorium Tilburg, Niederlande.
Herbst 2007 tritt Maurice van Lieshout eine Professur an der Musikhochschule in
Saarbrücken an. Ein Schwerpunkt seiner Lehrtätigkeit liegt in der Vermittlung
modaler Musik.
1993 gründete er das Ensemble Fala Música für
spätmittelalterliche Musik. Er konzertierte bei den Festivals in Brügge (2000
und 2002), Antwerpen (2000 und 2003), Utrecht, Kopenhagen und in Paris. Kurse
gab er unter anderem an den Hochschulen für Musik in Bremen, Berlin, Münster und
Weimar, am Lemmensinstitut Leuven, bei der ERTA, bei MUSICA BELGIEN, in Brügge
beim Festival Musica Antiqua und am Conservatorium Maastricht.
Werner Heider - Nacht in St. Egidien am 18. Juni ab 21 Uhr
Anlässlich des achtzigsten Geburtstages des Komponisten
Werner Heider wird innerhalb der Nacht der Kirchen am 18. Juni ab 21 Uhr in Egidien
Musik des Erlanger Komponisten aus verscheidenen Schaffensperioden zu
hören sein.
Werner Heider hat über 120 Kompositionen für die
unterschiedlichsten Besetzungen veröffentlicht.
Das Programm mit fast drei Stunden Musik illustriert die
Vielseitigkeit des mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Komponisten: Werke
für Stimme solo, Schlagzeugensemble, Fagott, Akkordeon, Gitarre, Orgel,
Klavier, Trompete, Flöte und Streichinstrumente, Chormusik und
Instrumentalensembles werden erklingen, darunter auch 2 Uraufführungen.
Zahlreiche Nürnberger Musiker – Sänger, Ensembles und
Instrumentalisten – beteiligen sich an dieser Nacht und gratulieren Werner
Heider mit der Aufführung seiner Musik.
Eintritt frei, Spenden erbeten.
Musik in der Gottesdienstreihe „Seelenlandschaften“
Sonntag, 13. Juni 2010, 10.30 Uhr
NEUE MUSIK FÜR STIMME SOLO
Sonntag, 4. Juli 2010, 10.30 Uhr
FRÜHBAROCKE KANTATEN
für Sopran und basso continuo
In zwei Gottesdiensten innerhalb der Reihe
„Seelenlandschaften“ wird Musik für
Sopran zu hören sein. Zwei Gottesdienste, die musikalisch kaum
unterschiedlicher sein könnten: Am 13. Juni wird die Sopranistin und
Spezialistin für Neue Musik Monika Teepe zeitgenössische Werke für Stimme solo
singen und sich bei der Auswahl der Kompositionen von der Ausstellung „Seelenlandschaften“
von Franz Baumgartner in Egidien inspirieren lassen. Wir sind gespannt auf die
Musik, die Monika Teepe nach Ansicht der Bilder Baumgartners für den Sonntag
wählen wird!
In einem Interview sagte Franz Baumgartner, dass er nicht
die Realität abbilden möchte, sondern auf der Suche sei nach dem Geist, der
Seele, die sich hinter dieser Realität befindet, besonders der völlig
unspektakulär erscheinenden Dinge. Diese Reduzierung auf das Wesentliche in den
Bildern Baumgartners findet eine Entsprechung in der Musik des Frühbarock,
dessen Thema auch Reduktion war, Intensivierung musikalischer Affekte durch
Vereinfachung, Konzentration. Elke Roeder wird am 4. Juli Kompositionen
frühbarocker italienischer Komponisten singen. Sie wird von Pia Praetorius an
der Orgel begleitet.
Karfreitag,
2. April, 10.30 Uhr
Karfreitagsgottesdienst
Schuld bleibt Schuld bleibt Schuld …?
Predigt: Regionalbischof Dr. Stefan Ark Nitsche
Musik:
Antonio
Caldara – Stabat mater
Solisten, Egidienchor, Instrumentalisten
Leitung: Pia Praetorius
Eine musikalische Entdeckung der
besonderen Art erwartet die Besucher
des Karfreitagsgottesdienstes in St. Egidien:
Antonio Caldara heißt der Komponist einer
großartigen Stabat mater
Vertonung aus der Barockzeit. Caldara
wurde 1670 in Venedig geboren und ging 1716 als Vizekapellmeister nach
Wien. In
kurzer Zeit avancierte er zum Lieblingskomponisten des musikkundigen
Kaisers
Karl VI.. Er schrieb sein Stabat mater
für vier Solostimmen, Chor und Orchester.
Der harmonische Einfallsreichtum und die subtile Textausdeutung lassen
Caldaras
Komposition zu einem ganz besonderen Erlebnis werden.
Sonntag,
28. März, 19.30 Uhr
STABAT MATER
Vokalmusik des 15. /16. und 20. Jahrhunderts
Stabat
mater von Johne Browne, eine Messe eines unbekannten Komponisten aus
Chorbüchern von St. Egidien 16. Jh. (erstmalige
Wiederaufführung seit
dem 16. Jahrhundert), Wolfgang Rihm
Kammerchor
St. Egidien
Leitung: Pia Praetorius
Dietrich
Haböck - Viola da Gamba
Licht:
Jörg Schildbach
Karten: 12€/ ermäßigt 8€
In der
Passionszeit in
Egidien spielen in diesem Jahr Stabat mater Vertonungen eine
herausragende Rolle. Das
Stabat mater ist
ein mittelalterliches Gedicht aus dem 13. Jahrhundert, das in vielen
Bildern Marias
Schmerzen beschreibt, die unter dem Kreuz stehend ihren Sohn leiden
sieht.
Diesen sehr emotionalen Text haben viele Komponisten auf sehr
unterschiedliche
Art und Weise vertont. Die älteste der drei in Egidien zu
hörenden Vertonungen wird im Konzert am 28. März
erklingen
und
stammt vom Ende des 15. Jahrhundert. Sie ist in dem berühmten
Eton
Choirbook
überliefert, einer der bedeutendsten Quellen dieser Zeit aus
England und wurde
von John Browne komponiert. Kombiniert wird es mit Werken des
zeitgenössischen Komponisten Wolfgang
Rihm sowie mit
einer Messe aus den
Egidienchorbüchern, die extra für dieses Konzert aus
der Bibliothek des
Germanischen Nationalmuseums in moderne Noten übertragen und nach über 400
Jahren erstmals wieder
erklingen wird.
Der Berliner
Lichtkünstler Jörg Schildbach
wird mit Lichtakzenten atmosphärische Impulse setzen.
So.
14. 03./28.03. 10.30 Uhr
GOTTESDIENST zum Kunstprojekt „Das
ChristusVakuum“
Predigt: Pfarrerin Kerstin Voges
Musik:
Marcel Dupré – Der Kreuzweg, op. 29
Denny Wilke – Orgel
In
den Gottesdiensten am 14. und 28. März spielt der Organist
Denny
Wilke Auszüge aus dem Kreuzweg op. 29 von Marcel Dupre (1886 -
1971). Der
sinfonische Orgelzyklus "Le Chemin de la Croix" (Der Kreuzweg) von
Marcel Dupré nach Texten von Paul Claudel ist
eines der Hauptwerke des französischen
Komponisten und Improvisationsgenies.
Sonntag,
7. März, 10.30 Uhr
ERÖFFNUNGSGOTTESDIENST
Kunstprojekt „Das ChristusVakuum“
Predigt: Pfarrer Heinrich Weniger
Mexikanische
Renaissancemusik
Juan Gutiérrez de Padilla- Stabat mater
Juan de Lienas – Messe
Lienas-Ensemble, Leitung: Pia Praetorius
Im
Gottesdienst zur Ausstellungseröffnung
am 7. März wird das Stabat
mater des mexikanischen
Komponisten Juan Gutiérrez de Padilla zu hören
sein. Er wanderte Anfang des 17.
Jahrhunderts von Spanien nach Mexiko aus und war Kapellmeister an der
Kathedrale in Puebla. Der
ebenfalls sehr
begabte mexikanische Komponist Juan de Lienas ( er lebte um 1600) bekam
trotz
seiner genialen Kompositionen kein Kapellmeisteramt in Mexiko City. Er
war
vermutlich indianischer Herkunft, weswegen ihm das Amt verwehrt wurde.
Von ihm
wird eine fünfstimmige Messe zu hören sein. Es singt
das Lienas-Ensemble, das
sich nach ihm benannt hat, unter der Leitung von Pia Praetorius.